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Caro Carisco!

Das Leben ist voller Überraschungen! Und so bin ich vor mittlerweile einigen Monaten Francesca wieder begegnet, virtuell. Francesca und ich haben zusammen in Trier studiert. Viele Jahre haben wir uns nicht gesehen und umso größer war die Freude, als sie mich anschrieb und mir von ihrem aktuellen Projekt erzählte. Eigentlich verband ich Francesca immer mit ihrem Studienfach Jura und mit unserer gemeinsamen zweiten Heimat Italien. Die wunderschöne Francesca war für mich immer die zweite Sophie Loren. Sie erzählte mir von carisco, einem neuen Label, exklusiv für Gürtel, das sie am mitgründen war, sie schwärmte von dem feinen Leder aus Italien und von dem bevorstehenden Launch der Seite. Ich war sofort begeistert und ich finde, das ist genau dein Projekt – Francesca!

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Francesca trägt einen Gürtel aus der aktuellen carisco-Kollektion.

Für mich war es interessant zu wissen, wie gründet man ein Label und zieht es so auf, dass es mit Social Media erfolgreich wird. Worauf muss ich achten. Und wie schaut Francescas Arbeitsalltag aus. Das habe ich für euch in ein Interview gepackt –  und voilà – hier ist es. Danke, liebe Francesca für den Einblick in deinen Alltag mit carisco!

Interview mit Francesca von carisco

Liebe Francesca: Warum „carisco“?

Die Idee zu carisco hatte mein Chef, Marcel. Er hat vor einigen Jahren das Familienunternehmen übernommen, einen Großhandel für Accessoires. Seit über 30 Jahren beliefert die Firma die Industrie und Modeunternehmen mit Gürteln und anderen Accessoires. Die Modelle, die ihm persönlich am besten gefielen, scheiterten ziemlich oft an den Einkaufspreisen. Viele Unternehmen arbeiten mit großen Margen und können die meisten Produkte nur günstig einkaufen, um noch bezahlbar zu bleiben. Auf Dauer hat ihn gewurmt, dass die wirklich tollen Produkte immer in seinem Vorlagekoffer liegen blieben. Vor über einem Jahr hat er sich dann dazu entschlossen ein eigenes Label zu gründen, um hochwertige Produkte, die qualitativ überzeugen, an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Seit Ende September sind wir online.

Was hast Du vor „carisco“ gemacht, wie bist Du zu dem Label gekommen?

Bereits während meines Studiums habe ich im textilen Einzelhandel gearbeitet und hatte immer ein Faible für Mode, insbesondere, wenn sie aus Italien kam. Taschen und Schuhe haben mich zu einer Studentin gemacht, die chronisch pleite war. Danach habe ich erst im E-Commerce gearbeitet und mich dann als Dozentin, Übersetzerin und Dolmetscherin selbstständig gemacht.

Irgendwann hatte ich dann eine Anzeige auf Ebay-Kleinanzeigen und bot Firmenunterricht an. Marcel hat mich angerufen und so begannen wir mit Italienischunterricht, Übersetzungen etc. und irgendwann weihte er mich in seine Pläne ein, eine eigene Marke zu gründen. Da war ich natürlich sofort dabei.

Hat der Name des Labels eine Bedeutung?

Ja…., der Name! Das war eine schwere Geburt. Wir wollten etwas, was international klingt, was man auch aussprechen kann, wenn man Italiener, Franzose oder Amerikaner ist. Wir wollten etwas, was melodisch klingt, kurz ist und eines wollten wir nicht: auf den Zug der ganzen Onlineshops aufspringen. Wir wollten keinen Phantasienamen mit tausenden Vokalen, wir wollten unseren Namen im Falle solcher Fragen, wie deine jetzt, erklären können. Wir haben uns dann überlegt, wo taucht der Gürtel auf: das Tapfere Schneiderlein, das Gürteltier und natürlich in der Mythologie. In der Nordischen gab es den Megingiard. Als wir den aber selbst schon nicht aussprechen konnten, war das schnell vom Tisch. Aber Aphrodite sollte auch einen Gürtel gehabt haben, der sie unwiderstehlich machte. In einige Überlieferungen wird er charis genannt, dann gab es die Göttinnen der Anmut, die Chariten und heute den Begriff charisma. Als halbe Italienerin war mir das h vor einem a ein Dorn im Auge und der Rest ergab sich dann durch gemeinsames Herumspinnen, bis wir carisco dann wirklich gut fanden.

Wo werden die Gürtel hergestellt? Kümmerst Du Dich vor Ort um die Auswahl des Leders, der Farben etc.?

Wir haben zwei Familienbetriebe in der Emilia Romagna, die für uns Gürtel produzieren. Diese Unternehmen arbeiten auch für große italienische Designer. Für die erste Kollektion waren wir vor Ort und haben die Artikel besprochen, für die nächste waren die Italiener bei uns. Die Designs überlegen wir uns hier im Büro und besprechen dann, welches Leder sich eignen würde. Hier sitzen wir dann mit unzähligen Farbkarten und Ledermustern und entscheiden, was besonders gut harmoniert. Wir lassen für sehr viele Modelle auch die Schließen eigens produzieren. Hierfür haben wir Produzenten in Südkorea, die auch für namhafte Designer fertigen. Bei vielen Labels ist es so, dass an gutes Leder billige Schließen genäht werden und das wollten wir anders machen. Gerade die Gürtelschließe sieht man nun mal zuerst, wenn man auf einen Gürtel schaut.

Wie viele Mitarbeiter habt Ihr?

Wir sind zu dritt: mein Chef, mein Kollege Gerrit, der sich um Design, Fotografie, Bildbearbeitung, Printwerbung etc. kümmert und ich.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag bei Dir aus?

Meistens bin ich als erste im Büro und dann immer schon ganz gespannt, wie viele Besucher unser Shop hatte und wer was gekauft hat oder auf Facebook gepostet hat usw. Ich kümmere mich um Bestellungen, verwalte die Artikel im Onlineshop, bespiele die Social Media Kanäle, halte mich über Trends auf dem Laufenden und kommuniziere mit den Produktionen in Italien. Ach ja, bei den Produktbildern darf ich auch manchmal Fotomodell spielen.

Wie oft musst/darfst Du in Italien sein?

Leider nicht so oft. Es geht einfach ganz viel über Bilder, die man per Mail hin und her sendet. Ich würde gerne öfter, aber die Arbeit, die hier anfällt muss auch getan werden. Außerdem gefällt unseren Produzenten Deutschland gut und sie kommen gerne zu uns.

Macht Ihr, machst Du das Marketing, die Website selbst?

Den Shop haben wir uns nach unseren Wünschen designen und aufsetzen lassen, betreiben ihn jetzt aber selbst. Die Produkt- und Kategoriebilder machen wir in Eigenregie und wir kümmern uns um unsere Social Media Kanäle sowie Printwerbung. Außerdem designen wir die Produkte. Generell arbeiten wir sehr oft zusammen in unserem kleinen Team und fällen Endscheidungen gemeinsam. Und wenn Päckchen gepackt werden, dann müssen wir alle ran.

Was rätst Du denjenigen, die auch ein Label gründen wollen?

Ich glaube, dass das, was wir hier haben nicht die Standard-Voraussetzungen sind, mit denen andere in ihre Label-Gründung starten. Hinter uns steht ein gesundes Unternehmen mit langer Erfahrung mit guten Kontakten zu Produzenten und Speditionen. Das darf man nicht unterschätzen, wie wertvoll das ist.

Worauf man sehr achten muss, ist gute Kollegen um sich zu haben, die an die Sache glauben. Man braucht einen langen Atem und muss bereit sein, auch mal mehr als einen Nine-to-five-Job abzuspulen. Denn wenn man nicht mit Herzblut dabei ist und das Projekt auch irgendwie zu seinem eigenen Baby macht, dann lässt man es besser sein. Und der Name! Überlegt ihn euch gut, schaut ob die Domain zu eurem Namen verfügbar ist, ob ihr Social Media Auftritte mit dem Namen anlegen könnt und sichert euch die Rechte.

Nach den Feiertagen auf Shoppingtour – Feinste Ledergürtel zum Verlieben

Falls Ihr noch nach einem Last-Minute-Geschenk für Weihnachten sucht, oder nach den Feiertagen auf Shoppingtour gehen wollt. Schaut bei carisco vorbei. Ich habe mir den klassischen beigefarbenen Gürtel mit goldener Schnalle ausgesucht, den man prima ins Büro, aber auch zu festlicheren Outfits anziehen kann.

Die Gürtel werden übrigens in einer besonders schönen Karton-Verpackung geliefert. Die Gürtelschnalle steckt noch mal extra in einem Beutel – zum Schutz. So macht Auspacken Spaß.

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Hier habe ich meinen klassischen beigefarbene Ledergürtel mit goldener Schnalle kombiniert.

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Wenn der Boy unmotiviert als Fotograf und so weiter…

 

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Aber ich bin verliebt in diesen Gürtel – das feinste Gürtelleder, das ich je gefühlt habe!

 

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ja, auch die Farbe mag ich sehr!

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Lieblingsschnalle. Luxus. pur.

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