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Veganes Pesto mit Avocado und Rucola

Ich liebe Pesto. Das ist so ein Familiending. In meiner italienischen Familie wird immer selbst gekocht und frisches Pesto gehört im Sommer mit duftendem Basilikum aus dem Garten, super intensiv schmeckenden Tomaten und mega gutem Olivenöl einfach dazu. Veganes Pesto habe ich bisher noch nicht ausprobiert, dafür ist mein liebstes Pesto bisher die sizilianische Variante, die Jamie Oliver schon in seinem Bestseller „Genial Italienisch“ vorgestellt hat. Dieses Pesto stammt ursprünglich aus Trapani: Mit Mandeln, Cocktailtomaten, viel Basilikum und ebenso viel Parmigiano. Aber mein Lieblings-Pesto bekommt Konkurrenz! Der Konkurrent ist veganes Pesto mit Avocado und Rucola – und natürlich, weil ja vegan, ohne Parmesan, was ja eigentlich so völlig untypisch italienisch ist. Könnte man meinen! Dem ist aber gar nicht so, schaut man sich die hippe, urbane Kochszene in Mailand oder Rom mal genauer an. Sich vegan zu ernähren hat längst auch in der italienischen Küche Einzug gehalten und deshalb musste ich dieses Rezept, das ich bei „Deliciously Ella“ entdeckt habe, ausprobieren, und in Richtung– un po‘ piu Italiano‘ verändern und ergänzen und euch hier aufschreiben. …

Ausprobiert: Geberts Weinstuben in Mainz

Wie ihr mittlerweile wisst, esse ich für mein Leben gerne. Ich koche gerne (was so ein Familiending ist, bei uns kochen alle gerne, so gerne, dass darüber auch schon mal der ein oder andere Streit zwischen meinen Eltern ausgebrochen ist, weil jeweils der andere von sich behauptet, es doch besser zu können) und, was ich eigentlich ohne die lange Klammer sagen wollte: ich gehe auch extrem gerne essen. Weil ich das extrem entspannend finde. Es gibt allerdings gar nicht so wirklich viele Restaurants, die ich euch an Herz legen kann, weil ich ziemlich kritisch und auch verwöhnt bin. Das hat nichts mit Sterneküche zu tun, aber ich finde einfach beim Essengehen muss alles passen: Das Ambiente zu dem, was angeboten wird. Und so ein besonderes Restaurant (richtig lecker, zeitgemäß, da regional und saisonal und dazu noch einfach schön) sind für mich in Mainz die Geberts Weinstuben in der Mainzer Neustadt. Dabei handelt es sich gar nicht um eine klassische Weinstube mit viel Holz und dunkel – ganz im Gegenteil: die Einrichtung kommt elegant daher: Schwere Samtvorhänge, …

So lecker! Ein Abend bei Frank Buchholz

Ich liebe Essen. Vor allem liebe ich Essen, das mit viel Liebe zubereitet wird. Dann wird es auch gut. Als ich klein war, konnte ich meiner sizilianische Nonna stundenlang beim Nudelteigkneten zuschauen. Dabei kniete ich auf dem schmalen Holztisch, meine Hände versanken in dem feinen Mehl. Und wie Nonna Anna fast zärtlich die Arancini, kleine Reisbällchen mit Hackfleisch und Erbsen füllte, um sie dann in einem großen Topf zu frittieren. Die werden dann gold-orange außen und erinnern an kleine Orangen. Arrancini. Wenn ich heute irgendwo essen gehe (viel zu oft und viel zu gerne), verfalle ich am Ende dann doch immer wieder den alternativen Cafés und Restaurants, den kleinen unscheinbaren. Manchmal und besonders denen mit Vintage-Einrichtung, wie sie auch heute noch bei meiner Nonna im Wohn-und Esszimmer an vergangene Zeiten erinnert. Es sind nie die glitzernden Paläste, die mich anlocken und über den eigentlichen Star hinwegtäuschen – das Essen. Warum ich mit diesem langen Lamenti zu einem Post zu einem Michelin-Sternekoch, Frank Buchholz, einsteige fragt ihr euch zurecht? Ganz einfach: Bei Buchholz in Mainz Gonsenheim …

Vintage-Liebe im Café Blumen

Wenn ich in Mainz bin, dann darf ein Besuch in meinen Lieblingscafés nicht fehlen. Und eines, das ich euch ganz besonders ans Herz legen möchte, ist das Café Blumen auf der Großen Bleiche. Das Café, Teil des Clubs „Schon Schön“, befindet sich in einem kubusartigen Glaskasten eines markanten Gebäudes aus den 50er Jahren. Hommage an die Vergangenheit Und eine Hommage an vergangene Jahrzehnte, wie die der 50er Jahre zum Beispiel, ist auch das Interieur im Café. Geschwungene Polstersofas und Sessel machen es sich neben schlichten Holzhockern und niedrigen Tischen gemütlich. Dazwischen bunte Stehlampen vom Trödelmarkt und getupfte Kissen. Frische Blumen schmücken die weißen Tischchen und serviert werden kleine Köstlichkeiten auf herzallerliebstem Vintage-Geschirr. Kuchen, Cupcakes und Muffins solltet ihr probieren, wenn ihr Lust auf was Süßes habt. Am besten in der Reihenfolge ;-). Ich komme immer gerne, um eine der täglich wechselnden Suppen zu essen – die gibt es vegan und/oder vegetarisch und eine mit Fleisch. Dazu einen grünen Tee, eine Zeitung, die ich hier tatsächlich immer im Print lese (aber auch nur hier!) und ich …

La Parmigiana <3

Jede Familie hat ja so ihre Traditionen. Wenn sich meine fantastischen italienischen Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen zu einem Familienfest treffen, was immer laut und ausgelassen wird, mit viel Wein und gutem Essen, dann mal eben festhalten bitte! Wir herzen, drücken und küssen uns was das Zeugt hält zur Begrüßung. Man kann das durchaus als herzlich bezeichnen, italienisch eben, als Kind habe ich die sizilianische Begrüßungszeremonien weniger gemocht. Das wusste aber keiner. Ich glaube aber, man konnte meine Abneigung gegen das Geknutsche erahnen. Und auch heute bin ich nach dem Marathon hin und wieder erschöpft. Ist auch anstrengend jedem Familienteil mindestens zwei Küssen auf die Wangen zu drücken und gedrückt zu bekommen – und das bei fast 30 Personen, also 60 Küsse werden mindestens verteilt. Koma-Küssen, so nenne ich das. Übrigens ist es vollkommen egal, ob man sich vorgestern erst gesehen hat! Und bei der Verabschiedung am Ende  geht das ganze  von vorne los! Und wehe es wird jemand vergessen oder übersehen. Madonnna! Infografik von Eataly Zwischen Begrüßung und Verabschiedung lieben wir das Koma-Essen. Egal, ob wir …

PestoPasta!

Zwischen der sizilianischen und der saarländischen Küche aufgewachsen, bekommt man Einblick in die kulinarische Kochtradition zweier Kulturen,  die sich, nunja, fremder nicht sein können. Aber so kann ich schwenken und Pasta selber machen. Hat ja auch was. Gelernt hab‘ ich das Saarländische bei meiner famosen Großmama Franziska, die sizilianische Küche bei Anna. Ich schwöre ich kann nicht annähernd so gut kochen wie Nonna Anna, ihre Pasta al forno ist unglaublich (!) – ich wünschte ich könnte es. So aber habe ich alle geheimen Rezepte, die meine Nonna aus ihrem sizilianischen Heimatdorf Aragona bei Agrigento mitgebracht hat, aufgeschrieben und trage das Buch wie einen Schatz mit mir. Klassiker in ganz Italien sind ja Pestos. Pasten aus Nüssen und Kräutern und/oder Tomaten. Petersilienpesto mit Olivenöl (dann schmeckt eben alles doppelt so gut), Parmesan und  frischer, selbst gemachter Pasta habe ich vergangene Woche in Carassai, einem mittelalterlichen Dorf in der Region „le Marche“ gekocht. Da solltet ihr unbedingt hin – in die Marken. Und da die Pasta mit dem Pesto kochen. Ihr braucht: Petersilie (ich hab zwei Hände …