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(Kurz)-Urlaub in Opatija, Kroatien

annafranziska, Sarah kern

Denkt man an einen Kurzurlaub, dann ist dies meist ein Städtetrip in die Metropolen Europas: Barcelona, Lissabon, Berlin oder Paris. Dass so eine Städtetrip richtig teuer sein und sich nach zwei Tagen vor Ort auch gerne mal eher nach Stress als nach wirklicher Erholung anfühlt, habe ich schon häufiger erlebt. Man will ja was sehen in der kurzen Zeit. Seltsamerweise verfällt man dem Glauben, dass sich diese Art von Urlaub für zwei bis fünf Tage eher lohnt, als ans Meer in den Süden zu fahren. Da wurde ich jetzt eines besseren belehrt.

Was ich gelernt habe: Es kann tatsächlich auch die Reise nach Kroatien übers Wochenende sein, die maximale Erholung bietet, wenn das Programm und das Hotel dazu stimmen. Das habe ich vor kurzer Zeit ausprobiert und lege euch einen Spontantrip nach Kvarner, an die kroatische Küste, wärmstens ans Herz!

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Die Fakten

Von Österreich aus ist Kroatien beneidenswerterweise nur ein Katzensprung entfernt: Von Wien aus fährt man gerade mal vier Stunden und man ist an einer der bezauberndsten Küsten Europas, wie ich festgestellt habe, der kroatischen. Aber auch von Süddeutschland aus sind es nur wenige Stunden Autofahrt bis an die kroatische Küste. Und für alle anderen gilt: Nach Barcelona fliegt man auch – warum nicht für einen Kurztrip an eine mediterrane Küste?

Und einen Ausflug in die Historie gibt es obendrein: Dass Österreich quasi mal am Meer gelegen hat, zu der Zeit, als Kroatien Teil des Habsburger Reiches gewesen ist, kann man an der kroatischen Küste nachempfinden und auf den Spuren vergangener Zeiten wandeln, wenn man ein paar Tage dort verbringt und feststellen, wie stark Österreich die Küstenregion Kroatiens kulinarisch und architektonisch geprägt hat.

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Wir waren in der Region Kvarner unterwegs. An der so genannten Kvarner Bucht. Hier gibt es glitzerndes, sauberes Meer, Inseln und Berge auf kleinstem Raum. Die Bucht befindet sich an der oberen Adria in Kroatien. Sie liegt zwischen der Halbinsel Istrien im Westen (eine eher italienisch geprägt Gegend, da dieser Teil mal zum venezianischen Reich gehört hat) und dem kroatischen Küstenland im Osten. Der wichtigste Ort an der Kvarner Bucht ist die Hafenstadt Rijeka. Dazu später noch mehr.

Der Ort Opatija

An Kvarners bezaubernder Küste Küste liegen bedeutende und traditionsreiche Ferienorte, wie das mondäne Opatija, das als Diva an der Opatija-Riviera bezeichnet wird. Denn: in Opatija stehen an der Küste die tollsten mondänen Villen, die in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert worden sind, während sie zu kommunistischen Zeiten leider verfallen waren.

Optija gilt auch als einer der ältesten Urlaubsorte Kroatiens, ein Seebad, das schon vor Jahrhunderten von den österreichischen Kaisern und Königen als Kurort genutzt wurde. Ein wenig Historisches habe ich auch gelernt: Es gibt eine kleine Kirche im Zentrum (Kirche St. Jakob), die als Namensgeber gilt. (Opatija bedeutet Abtei)

Super schön ist die Promenade „Lungo Mare“. Sie ist 12 Kilometer lang und führt direkt am Meer entlang.

Das Hotel Miramar

In Opatija haben wir also gewohnt, auf die Einladung des Hotels Miramars hin, das ich euch einfach nur ans Herz legen kann. Weil es schlicht ausgedrückt: fantastisch ist. Angefangen beim Essen: die Gerichte sind eine Melange aus österreichischen und mediterranen Elementen, und wer mich kennt, weiß, wie viel Wert ich auf sehr gutes (mediterranes) Essen lege. Dann der himmlische Wellnessbereich und die tollen Mitarbeitern, die die Zeit im Hotel Miramar unvergesslich machen. Und ja, ich schreibe das nicht, weil ich es muss, weil ich mich dazu verpflichtet fühle, das zu schreiben, sondern weil es einfach so wunderbar dort ist!

Essen im Miramar

Wir hatten Halbpension und, um ganz ehrlich, zu sein: Das hatte ich mir bisher nicht unter Halbpension vorgestellt. Ich erkläre euch das vielleicht etwas ausschweifend  aber, wenn ich an das Essen dort denke, bin ich immer noch mehr als begeistert. Es gibt jeden Abend ein 6-Gänge Menü à la Carte, die Auswahl der Zutaten, die Zubereitung – vom Feinsten.

 Wellness im Hotel Miramar

Ich hatte im Miramar meine erste wirkliche Anti-Aging-Behandlung mit speziellen pflegenden Produkten. Das alleine ist jetzt nichts mega Außergewöhnliches. Klingt vielleicht etwas bescheuert, aber ich wollte das mal ausprobieren, bin ja auch schon Mitte 30. 🙂 Warum ich das hier schreibe? Es gibt einen entscheidenen Unterschied zu allen anderen Beauty-Treatments, die ich in Hotels und in Tages-Spas hatte: Das Treatment dauerte 90 Minuten und die junge Frau, die mich behandelt hatte, blieb die ganze Zeit dabei und ist nicht verschwunden, während meine Maske eingewirkt hatte.

Was sie gemacht hat, während meine Maske eingewirkt hat? Sie hat mir meine Füße massiert, himmlisch entspannend!

Mit dem Boot fahren und Rijeka erleben

Und ja, es lohnt sich tatsächlich, donnerstags in Opatija anzukommen und sonntags wieder heimzufahren, bestes mediterranes Essen zu genießen und die Gegend zu erkunden. Ich war mega entspannt nach diesem Wochenende.

Und das habe ich vor Ort gemacht und kann es euch empfehlen. (Ich hätte allerdings auch einfach nur den Tag im Hotel mit Wellness und Essen verbringen können – aber ich wollte ja auch was sehen.)

  • Eine Bootstour entlang der Lungomare, der 12 Kilometer langen Promenade:
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Eine Bootstour mit und auf dem Boot von Liliana Stipanic

Vom Meer aus lassen sich die prunkvollen Palazzi an der Promenade besonders gut sehen, deshalb sind wir einen Schiffsausflug gemacht mit Liliana Stipanic. Liliana gehört das Boot, das auf dem Bild zu sehe ist, das hat sie von ihrem Vater geerbt, der als Fischer gearbeitet hat. Man kann bei Liliana auch ein Essen dazu buchen: Bei uns gab es Tintenfischsalat, den sie genauso zubereitet, wie meine Mama ihn zubereitet, mit Kartoffeln und Olivenöl. Dazu gab es Brot, das in istrisches Olivenöl getaucht wird und zum Dessert servierte und Liliana Palatschinken (Pfannkuchen) mit Grand Manier. Unaufgeregt und lecker. Das alles auf See, während es draußen stürmte und regnete. Ich wurde auch kurz seekrank, aber das lag an mir — nicht an Liliana.

  • Dann waren wir in Rijeka, der Haupstadt der Region. Wir haben hier tollen Fisch gegessen, sind über mediterrane Plätze flaniert und haben hier sehen können, wie stark die kommunistische Zeit architektonisch auch an der Küste Kroatiens ihre Spuren hinterlassen hat.
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Rijeka

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Rijeka

  • Im süßen Restaurant Mornar haben wir  frischen Fisch gegessen, Pasta mit Sepia und Muscheln. Zum Dessert Kuchen. Dazu kommt: Das Interieur ist bezaubernd da!
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Das süße Fischlokal Molnar

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Das Mornar in Rijeka

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Miesmuscheln, Pulp und Pasta mit Tinte

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Das trendige Lokal Boonker

  • Und im Filodrammatica gibt’s leckeren Kaffee in sehr netter Atmosphäre.
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Das Filodrammatica

 Hinkommen

Wir sind mit der Lufthansa von Frankfurt nach München, von dort weiter nach Triest (Italien) geflogen. Triest liegt unmittelbar an der slowenischen Grenze. Das Hotel Miramar holt seine Gäste am Triester Flughafen ab. Bis zum Hotel an die kroatische Küste sind es 45 Minuten weitere Autofahrt.

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